Montag, 14. August 2017

19-2017: Wahlversprechen Pflege - Vorwort

Die Bundestagswahl steht vor der Tür und alle Parteien geben wieder ihre Versprechen ab. Ob daraus allerdings nur Versprecher werden, wird sich erst in der nächsten Legislaturperiode zeigen. Für den Bereich der Pflege möchten wir Ihnen wieder einmal einen kurzen Einblick in die Programme der Parteien geben. Allerdings mit einer Einschränkung, wir betrachten „nur“ den Teil der Pflege.

Diese kleine Reihe haben wir bereits vor der letzten Bundestagswahl präsentiert. Heute fällt unser Blick kritischer aus, mit Lob wird gespart. Dies hat gute Gründe, zumal die letzten vier Jahre einige Veränderungen mit sich brachten, nicht nur zum Guten. Abseits der jeweiligen Parteienideologie, fällt es schwer klare Sympathien zu finden.

Sie, werte Leser, müssen sich bei unseren Beiträgen immer eines vor Augen halten: Wir möchten Sie informieren! Alle unsere Kommentare zu den Wahlprogrammen beziehen sich auf die Bundesparteien. Nicht alle Landes- oder Ortsverbände müssen sich deren Meinung anschließen. Abseits der Bundespolitik und des Fraktionszwanges haben wir schon andere gute Zusammenarbeit direkt vor Ort erlebt. Manchmal verbinden gemeinsame Schicksale und örtliche Gegebenheiten mehr, als so manchen Bundespolitiker lieb wäre. Ideologie mag eine Sache sein, konstruktive, auf die Zukunft ausgerichtete Arbeit, ist eine ganz andere. Gerade auf lokaler Ebene haben wir sehr viel gute Netzwerkarbeit erlebt. Deswegen möchten wir noch einmal betonen, dass wir mit dieser Blogserie über die Wahlversprechen ausdrücklich den Bundeswahlkampf meinen. Forschen Sie selbst auch nach und erarbeiten Sie Ideen. Gemeinsam als Gesellschaft können wir stark sein und die Zukunft aktiv gestalten.

Die Beiträge sind dieses Mal emotionsgeladener, denn immerhin werden jetzt die Weichen gestellt, vielleicht für die nächsten 4 Jahre, vielleicht auch für die nächsten Jahrzehnte. Pflege ist ein sensibles und persönliches Thema. Diskussionen können gerade hier nicht nur auf Grundlage von Fakten geführt werden, denn diese berücksichtigen in der Regel selten die Emotionen der Betroffenen.

In Erinnerung an die letzte Blogserie zur Bundestagswahl gab es drei Punkte, die im Hinterkopf hängengeblieben sind:

1.Die Grünen: Die Entlastung pflegender Angehöriger, die Einbindung und Modernisierung der Pflegenetzwerke sowie die Entwicklung neuer Quartiersmöglichkeiten.
2.Die AfD: Wenn Sie, liebe Leser, ein Denkmal wären, dann hätte sich die AfD auch um Ihre Pflege gekümmert. Vielleicht lag es auch nur an ihrem schnell zusammengeschusterten Wahlprogramm. Wir werden sehen.
3.Alle anderen Parteien waren austauschbar und beliebig. Frische Ideen gab es kaum und das bisherige wurde nur immer wieder aufgewärmt.


Es bleibt spannend, wie sich die Parteien dieses Wahljahr positioniert haben. Und vielleicht ist das Thema Pflege ja das Zünglein an der Waage, dass den ein oder anderen Leser zu seiner Wahlentscheidung treibt. Denn es gilt zu bedenken: Auch Sie werden einmal älter und aktuell haben Sie noch die Möglichkeit, Ihre Zukunft zu gestalten.

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