Donnerstag, 6. Juli 2017

13-2017: Die Apotheke - Entstehung Teil II

Hier geht es zum ersten Teil: Die Apotheke - Entstehung Teil I

Der Weg zu der modernen Apotheke, wie wir sie heute kennen, war lang und beschwerlich. Wie viele Bereiche hatte auch die industrielle (R)Evolution ihren Anteil daran. Doch der Reihe nach.

An eine Abstellkammer zur Gärung von Wein erinnert die heutige Apotheke ganz und gar nicht mehr. Statt Tontöpfe finden wir die bereits fertig abgepackten Mittel vor. Heutzutage dürften sich die meisten Apotheker den Kopf kratzen und eher dazu neigen die Polizei zu rufen, wenn man Menschenfett oder Mumienpulver kaufen möchte. Es geht sogar soweit, dass der ein oder andere Apotheker keinen Zusammenhang zwischen Apotheken und Klöstern erkennt.

Dabei liegen diese Zeiten vergleichsweise nicht sehr weit zurück. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts behandelte man Leiden mit Mitteln, die aus Menschen hergestellt wurden. Wir sprechen also von einer Zeit, die gerade einmal 100 Jahre zurückliegt!



Im Zuge des technischen Fortschritts der seit dem Ende des Mittelalters immer schneller voranschritt, entwickelten sich auch die Apotheken stückchenweise weiter. Die chemische Forschung fand Einzug in nahezu alle Lebensbereiche über Militär, Landwirtschaft bis hin zur heute bekannten Pharmazie. Aus Apothekern, die altbekannte Mittelchen herstellten, wurden zunächst Forscher für neue Medikamente. Je mehr die Industrialisierung jedoch voranschritt, desto mehr wurden sie aus diesem Bereich verdrängt. Aus den Forschern wurden nun im Allgemeinen Prüfer und Berater. Dies soll jedoch nicht heißen, dass es heutzutage keine forschenden und herstellenden Apotheker mehr existieren. Nur ein kleiner Vergleich: Wenn Sie Möbel kaufen, werden Sie sicherlich zunächst einmal in einem Möbelgeschäft vorbeischauen und auf die Sonderangebote schielen. Nur die Wenigsten gehen noch direkt zu einem Schreiner und geben eine Bestellung auf. Ähnlich ist es bei den heutigen Apotheken. Die ein oder andere Salbe kann man sicherlich noch handgemacht bestellen, aber der Großteil liegt bereits fertig abgepackt in den Regalen.

Quellen:


Karfunkel Codex Nr. 13 S. 137

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