Montag, 23. März 2015

22-2015: Geschichten über den „Stuhlgang“ – Teil II

Mittlerweile ist einige Zeit vergangen und es ist viel Wasser durch die WC-Leitungen geflossen. In unserem ersten Beitrag 06-2015:Geschichten über den „Stuhlgang“ – Teil I konnten sie sich bereits ein erstes Bild der täglichen Erfahrungen einer Person verschaffen, die in der Altenpflege tätig ist.


Neulich ein Gespräch zwischen einer „Schwester“ und einem Angehörigen:

Angehöriger:     Schwester, bitte beeilen Sie sich, meine Frau muss unbedingt aufs Klo.
Schwester:        Bin sofort da, ich muss nur noch die Tabletten zu Ende stellen.
Angehöriger:     Gut, aber nicht dass sie dann in die Windel macht, das ist immer so
                          eine Sauerei.

-       die Schwester ist der Pflegebedürftigen behilflich und hilft ihr bei der Darm- und Blasenentleerung
-       allerdings dauert das ganze dem Angehörigen länger als gedacht, weshalb er auch gerne mal den Kopf durch die Tür steckt, kontrolliert und nach fragt wie der Stand der Lage ist
-       nachdem die Dame auf dem Toilettenstuhl war, kommt ihr Partner sofort herein und fragt, ob seine Frau Stuhlgang hatte?
-       die Schwester bejat dies und denkt, das reicht ihm als Antwort
-       nein, als Bestätigung muss er den Deckel des Stuhles anheben und sich selbst überzeugen
-       ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht und daraufhin sagt er

Angehöriger:     Zum Glück nicht nur so wenig wie gestern. Dann ist alles in Ordnung
Schwester:       Herr A... sie sind der erste Mensch, denn ich kenne, der sich so
                         diebisch freut, wenn ein anderer ordentlich Geschissen hat.

der Angehörige machte große Augen und war fast sprachlos, schließlich sei eine ordentliche Verdauung jeden Tag ganz wichtig 

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