Donnerstag, 19. März 2015

21-2015: Demographietyp verändern

Im Beitrag 19-2015: Welcher Demographietyp bist du? sind wir bereits näher darauf eingegangen, welche negativen Effekte durch unsere Altersstruktur entstehen können.



Nun zu der interessanten Frage, wie sich diesem Trend entgegen gestellt werden kann. Dazu sehen wir uns den Typ 8: Alternde kleinere Kommunen mit Anpassungsdruck an, zu dem der Saalekreis gehört.

Die wohl wichtigste Einsicht der Kommune besteht darin, dass Städte und Gemeinden ihre Infrastrukturen tiefgreifend und grundsätzlich umbauen“ müssen. Nur ein Paar kleine Verbesserungen hier und da, wird das ganze Gebilde nicht aufrechterhalten. Außerdem ist es enorm wichtig die tatsächlichen Bedarfe der Bevölkerung zu ermitteln und gleichzeitig die Erreichbarkeit von Einrichtungen (z.B. Bäcker, Supermarkt, Ärzte u.v.m.) sicher zu stellen.

Außerdem ist es von Bedeutung, dass Gemeinden auf interkommunale Kooperationen setzen. Also anstatt an Konkurrenz zu denken, gemeinsam einen Lebensmittelpunkt für die Bürger zu schaffen und zentrale Standorte der Versorgung in jeglicher Hinsicht errichten.
Ein offener Diskurs über die Fragen:

„Wie wollen wir leben?
Was brauchen wir wirklich?
Was können wir selbst (verantwortlich) leisten?“

„Die Prioritäten in den einzelnen Handlungsfeldern sollten folgende sein:

Infrastrukturen und Daseinsvorsorge
-       unterausgelastete Infrastrukturen zügig zurückbauen
-       Infrastrukturen für die stark wachsende ältere Bevölkerung umbauen (Nutzen auch für Familien)

Familien- und Seniorenpolitik
-       Bildungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsangebote vor Ort erhalten und weiterentwickeln
-       generationengerechte Beteiligungsprozesse und generationenübergreifende Kommunikationsangebote entwickeln
-       Eigenständigkeit im Alter unterstützen

Engagement / Zivilgesellschaft
-       Bürger in die Diskussion um die notwendigen Anpassungsmaßnahmen einbeziehen
-       bürgerschaftliches Engagement unterstützen und ehrenamtliche Tätigkeiten fördern

Flächenentwicklung
-       die gewachsenen Siedlungsstrukturen und insbesondere die Ortskern sichern und stabilisieren
-       in Rand- und Außenlagen Rückbauoptionen für unattraktive Bestände prüfen

Kooperation
-       Handlungsspielräume für freiwillige interkommunale und regionale Kooperationen nutzen
-       Handlungsspielräume für gemeinsame Projekte mit regionalen Akteuren nutzen“


Bei weitem könnten hier nicht alle Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Allerdings finden Sie mehr dazu in den angegebenen Quellen.  


Quellen:

http://www.wegweiser-kommune.de/documents/10184/33037/Demographietyp+8.pdf

http://www.wegweiser-kommune.de/



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