Montag, 16. März 2015

20-2015: Ausgrenzung in Perfektion

Ist es böswillig?

Kalkuliert?

Unbedacht?

Unwissenheit?
  

Gehen wir mal von harmlosen Annahmen aus. Man könnte manchmal den Eindruck bekommen, Menschen machen es sich gerne schwerer, damit das Leben spannender bleibt. Zwei alltägliche Beispiele sehen Sie hier:


 

 
Für sogenannte „Otto Normalverbraucher“ ist das handhaben dieser Mülltonne vielleicht noch machbar. Doch auch für Sie dürfte es etwas unbequem sein, da der Deckel instabile und schwer ist. Wenn man Glück hat fällt Müll eh nur alle 3 Tage an und damit auch die kleine sportliche Einlage.

Doch wie sieht es für Personen aus, welche noch in den Kinderschuhen stecken? Kinder, welche zu Selbständigkeit erzogen werden sollen, dürften oft wie ein Schluck Wasser an dieser Tonne hängen. Nicht gerade förderlich!

Auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen (z.B. Kontrakturen) haben hier extreme Schwierigkeiten. Selbstbestimmtes Handeln wird eingegrenzt und Abhängigkeiten zu anderen Personen werden aufgebaut.

Ein anderes Beispiel bietet diese Bildergeschichte:




 

Der Zugang zu einem Supermarkt mit seinen natürlichen Laufwegen. Menschen suchen sich meist den kürzesten Weg zum Ziel. In diesem Fall führt der kürzeste Weg über einen kleinen Berg, welcher unbepflastert ist. Dieser Weg war so nicht vorgesehen, er ist aber entstanden da genau auf dieser Linie abgeflachte Bordsteine sind. Es war sogar des Öfteren zu beobachten, dass ein paar wagemutige Damen mit Rollator sich der Herausforderung gestellt haben den Berg zu erklimmen.

 

Eine Empfehlung zum Schluss:

Vorher die natürlichen alltäglichen Abläufe von Personen einzubeziehen könnte hilfreich sein und allen den Alltag vereinfachen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen