Donnerstag, 12. März 2015

19-2015: Welcher Demographietyp bist du?

Die Bertelsmann Stiftung bietet auf der Internetseite http://www.wegweiser-kommune.de/ umfangreiche Daten zu vielen Kommunen in Deutschland an.



Dabei gibt es Informationen zu:

·         Kommunalen Daten

·         Bevölkerungsprognosen

·         Wanderungsprofile

·         Demographietypen

·         Bevölkerungspyramiden

Sehr interessant ist die Einteilung Deutschlands in Demographietypen. Der Saalekreis gehört zum Typ 8: Alternde kleinere Kommunen mit Anpassungsdruck. Klingt nicht wirklich rosig. Hier eine Übersicht der Verteilung in Deutschland:
 
 
 
 

Zitate:


„Die Städte und Gemeinden des Typs 8 verbinden als dominierende prägende Merkmale ihre Altersstruktur und der Einwohnerrückgang. Zudem haben die meisten eine schwache Wirtschaftsbasis und ihre Bürger sehr niedrige Einkommen. Die Altersstruktur ist durch viele alte und wenige junge Menschen gekennzeichnet; dem entspricht eine Haushaltsstruktur mit vielen Einpersonenhaushalten und wenigen Familien.“

„So unterschiedlich diese Kommunen im Einzelnen sind: Sie vereinen Alterung, soziale Probleme und eine schwierige demographische Zukunft.“

Beinahe alle Kommunen dieses Typs werden auch weiterhin stark schrumpfen und altern. Zu dieser Entwicklung trägt in erster Linie die Abwanderung jüngerer Menschen bei. In den landschaftlich attraktiven Regionen wird die Alterung der Bevölkerung zusätzlich durch Ruhestandswanderungen verstärkt. Diese Kombination aus Alterung und Schrumpfung führt zu strukturellen Verschiebungen in Bedarf und Auslastung von Infrastruktureinrichtungen. Um die Tragfähigkeitsprobleme einerseits und die Defiziten in der Versorgung anderseits in den Griff zu bekommen, müssen die Städte und Gemeinden ihre Infrastrukturen tiefgreifend und grundsätzlich umbauen. Dabei müssen sie sowohl die Bedarfe der unter-schiedlichen Nutzergruppen berücksichtigen als auch die Erreichbarkeit von Einrichtungen sichern.“

„Diesen Herausforderungen können insbesondere die kleineren Kommunen durch interkommunale Kooperationen eher gerecht werden als durch isolierte Maßnahmen: Ein abgestimmtes und gemeinsames Vorgehen kann die negativen Folgen von Abbau und Rückbau mildern, und durch die Konzentration von Einrichtungen an zentralen Standorten kann ein Versorgungsniveau gesichert werden, das jede einzelne Kommune mittelfristig nicht aufrechterhalten könnte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die benachbarten kleineren Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern, die gar nicht in die Analyse einbezogen wurden, häufig durch ähnliche Merkmale und Perspektiven geprägt sind und somit vor vergleichbaren Herausforderungen stehen.“

Natürlich gibt es auch angebotene Ansätze, wie sich diese negativen Effekte verringern lassen oder sogar positiv umgewandelt werden können. Dazu bieten wir im nächsten Blogbeitrag weitere ausgesuchte Inhalte des Berichtes an.

 

Quelle:

http://www.wegweiser-kommune.de/documents/10184/33037/Demographietyp+8.pdf

 

 

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