Montag, 12. Januar 2015

03-2015: Entwicklungen in der Welt - Japan

In Bamberg möchte die katholische Kirche zukünftig Ausbildungsplätze im Pflegebereich fördern. Aus Kirchensteuermittel sollen vor allem ambulante Pflegedienste profitieren, da diese oftmals nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel für neue Azubis verfügten. Diese Entwicklung setzt ein positives Signal, doch die grundlegenden Mittel sollten aus den Kranken- bzw. Pflegekassen finanziert werden. Wenn sich flächendeckend nichts ändert, dann wird die Entwicklung in Bamberg zum Tropfen auf dem heißen Stein.

Während es bei uns in Deutschland recht kopflos beim Thema Fachkräftemangel zugeht und wir uns gerne neuen Entwicklungen verweigern, sind die Japaner viel entspannter und flexibler eingestellt. Japan selbst kann man mit Deutschland recht gut vergleichen. Das Land ist unwesentlich größer als die Bundesrepublik, hat allerdings ca. 40 Millionen Einwohner mehr. Während wir nur Zugang zu zwei Meeren haben, ist unser asiatischer Partner eine Insel(kette). Zwar unterscheidet sich unsere Mentalität von ihrer, dennoch haben die deutsche und die japanische Kultur aufeinander einen sehr großen Einfluss. Japan ist zudem ein Technologieland und neuen Entwicklungen steht man offener gegenüber, vor allem im Bereich der Robotertechnik. Wir haben bereits über die Robbe Paro berichtet. Ein Tierroboter, der bereits erfolgreich zu Therapiezwecken eingesetzt wird. In Deutschland entbrannte über deren Nutzung eine heftige Debatte. Unmoralisch sei es und man wolle die „Alten“ nur ruhig halten ohne dafür Personal einzusetzen. Bedenkt man die realen Entwicklungen der letzten Jahre, waren solche Kommentare zynisch. Der Einsatz von Medikamenten zur Beruhigung ist leider häufiger ein erst gewählter Weg, als einige sich dich vorstellen wollen.

Die japanische Robotertechnik ist bereits gut vorangeschritten, allerdings noch nicht marktreif. Und um allen vorzubeugen, die gleich wieder gegen gefühllose Maschinen wettern wollen: Roboter sind nicht gleich Roboter. So ist es der Firma Panasonic gelungen ein Bett zu kreieren, welches sich selbstständig in einen Rollstuhl verwandeln kann. Und genau da beginnt erst die eigentlich interessante Entwicklung. Möbel, die ihre Form ändern können, vielleicht noch unter Zuhilfenahme von Sensoren Verletzungen und den allgemeinen Gesundheitszustand erkennen können.
 
 
 
Notrufsysteme, die vollautomatisch bei Gefahr die zuständigen Fachkräfte verständigen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Wir können mit der Hilfe verschiedener Roboter, wie Paro oder dem Rollstuhlbett den Pflegekräften ihre Arbeit erleichtern. Arbeiten können ihnen somit abgenommen werden, damit mehr Zeit für das Zwischenmenschliche und die Sorgfalt bei der Pflege bleibt. Die Technik darf den Menschen nicht ablösen, sondern muss dabei helfen, ihm seine Arbeit umgänglicher zu gestalten.

 

Quellen:

http://www.welt.de/regionales/bayern/article136227316/Kirche-schaltet-sich-bei-Fachkraeftemangel-in-der-Pflege-ein.html

 
http://www.n-tv.de/wissen/Japaner-verwirklichen-Roboter-Traeume-article14217691.html

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