Donnerstag, 17. Oktober 2013

68. Blogbeitrag: Die Kasse lehnt den Antrag ab, was nun?

Im Jahr 2009 bearbeiteten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) ca. 77.000 Widersprüche in der Kranken –und Pflegeversicherung, „das sind 3 Widersprüche auf 1000 Versicherte“.

Es gibt für Sie zwei Möglichkeiten zu handeln. Entweder Sie nehmen den Ablehnungsbescheid hin so wie er ist oder Sie können einen Widerspruch schreiben. Beides ist ihr gutes Recht.

Wenn Sie jetzt denken: „Ein Widerspruch ist viel zu kompliziert und ich hab überhaupt keine Ahnung was ich schreiben soll. Dann muss ich vielleicht aus irgendeinem Grund noch Geld bezahlen, weil ich mich wehre.“

HALT! Der erste Widerspruch den Sie schreiben kostet Sie kein Geld, nur etwas Zeit, ein Briefumschlag und eine Briefmarke. Natürlich können Sie auch ein Fax schicken oder diesen persönlich in einer Geschäftsstelle der Kasse gegen eine Empfangsbestätigung abgeben.

Ein Widerspruch hat oft Aussicht auf Erfolg, weil viele Dinge im Ermessen der Kassen liegen. Sie scheuen, wenn möglich, ebenfalls einen langen Streit und spätere Gerichtskosten.

„Besonders oft verweigern die Kassen die Leistung, wenn sie für:
- eine Kur oder Reha,
-  für Krankengeld,
-  für aufwendige Hilfsmittel,
- für die häusliche Pflege,
- für die Haushaltshilfe zahlen sollen.

Diese Leistungen sind teuer und ihre Notwendigkeit ist nicht immer klar. Doch wenn ein Patient gute Argumente vorbringt, kann er sich häufig gegen die Kasse durchsetzen.“



Der Weg durch die Instanzen



Haben Sie nur Mut und etwas Geduld für den ersten Widerspruch. Am Ende könnten Sie dafür belohnt, aber nicht bestraft werden.


Quellen:

http://www.test.de/Widerspruch-bei-der-Krankenkasse-Erfolg-in-zweiter-Runde-4234654-4234659/

Apotheken Umschau, Ausgabe 01.10.2013

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