Mittwoch, 9. Oktober 2013

66. Blogbeitrag: Stürzen vorbeugen – Teil 2

Hier nun die weiteren Fragen.

 

Haben Sie Ihre Gehhilfe immer sofort griffbereit?

Wenn Sie Ihre Gehilfe immer an der gleichen Stelle unterbringen, beugen Sie langem Suchen vor.
 

Wenn Sie einen Gehwagen benutzen, hat dieser dann immer genug Luft im Reifen?

Kontrollieren Sie einfach einmal am Tag den Reifendruck und pumpen Sie diesen, wenn nötig, auf. Ihre Luftpumpe sollten Sie zudem auch immer an der gleichen Stelle verwahren.
 

Ist genügend freier Platz in Ihrer Wohnung vorhanden, so dass Sie überall mit dem Gehwagen durchkommen?

Schon ein Schuh oder ein fallengelassener Gegenstand können das Vorankommen mit einem Gehwagen extrem erschweren. Verengen Möbel oder andere große Gegenstände Ihren Laufweg, ist ein Durchkommen mit dem Gehwagen manchmal unmöglich. Darunter zählen auch Kabel, Papierkörbe, Vasen oder andere Dekorationen. Bitten Sie einen Freund oder ein Familienmitglied, Ihnen beim Versetzen der störenden Elemente zu helfen. So können Sie gleich testen, ob die Laufwege nun die richtige Breite haben.
 

Haben Sie in der Wohnung niedrige Türschwellen?

Eine Türschwelle kann schnell zur Stolperfalle und damit zur Gefahrenquelle werden. Zudem blockieren diese Ihren Laufweg oder stellen ein Hindernis für den Gehwagen dar. Hohe Schwellen sollten im besten Fall sofort entfernt werden, damit Ihre Wohnung möglichst barrierefrei wird.


Können Sie leicht aus Ihrem Bett aussteigen bzw. ebenso leicht wieder einsteigen?

Das Bett sollte auf Ihre Höhe angepasst sein. Ist es zu niedrig, wird Ihnen das Aufstehen schwerfallen. Ist es zu hoch, können Sie nur schwer einsteigen und auch bei Aussteigen könnten Sie stürzen. Die beste Lösung stellt ein Senioren- oder Pflegebett dar. Achten Sie zudem auf die richtige Matratze und die passenden Kissen.
 

Haben Sie eine Lampe am Bett?

Eine schnell und einfach zu erreichende Lichtquelle ist wichtig. Schalten Sie diese ein, wenn Sie nachts das Bett verlassen. Seine Umgebung genau zu erkennen, hilft dabei Stürze zu vermeiden. Achten Sie deshalb auch immer darauf, dass der Weg zum Lichtschalter frei von Hindernissen ist.
 

Funktionieren alle Lampen und Lichtschalter in Ihrer Wohnung?

Ausgebrannte Glühlampen sollten nach Möglichkeit immer sofort ausgetauscht und kaputte Lichtschalter repariert werden. Ein kleiner Tipp: LED-Glühlampen spenden das beste Licht, haben einen geringen Verbrauch und eine lange Lebensdauer.


Ist Ihr Bad sturzsicher ausgebaut?

Im Bad gibt es besonders viele Dinge, auf die man achten muss. Rutschfeste Fliesen geben mehr Halt bei Nässe, zusätzlich eignen sich rutschfeste Badematten. Griffe und Haltestangen können den Einstieg in Wanne und Dusche erleichtern. Je nach körperlicher Verfassung könnten ein Wannenlift oder ein Duschsitz angebracht sein. Fragen Sie einfach bei Ihrer zuständigen Pflegekasse nach, denn unter Umständen übernimmt diese einen Teil oder sogar die gesamten Kosten.
 

Befinden sich alle Gegenstände, die Sie täglich gebrauchen in leicht zugänglichen Schränken?

Am besten eignen sich Schubladen, da Sie auf diese immer herabschauen und die Gegenstände einfach herausheben können. Teller und Tassen können Sie ebenfalls in größeren Schubfächern unterbringen. Ihr wichtigstes Geschirr und andere häufig benutzte Gegenstände sollten Sie stets in Griffhöhe und -weite verwahren.

 
Verfügen Sie über ein Hausnotrufgerät und tragen Sie den Funkmelder immer bei sich?

Größere Pflegedienste bieten oftmals ein Hausnotrufsystem an. Alternativ können Sie in der Wohnung ein schnurloses Telefon oder ein Mobiltelefon bei sich tragen. Über eine Kurzwahltaste lassen sich Nummern einspeichern, die man im Notfall schnell anwählen kann.
 

Besitzt jemand in Ihrem Umfeld für Notfälle einen Zweitschlüssel für Ihre Wohnung?

Einen Zweit- oder sogar Drittschlüssel zu vergeben, ist bei körperlicher Schwäche angebracht. Die Person, die dieser anvertraut wird, sollte dabei stets Ihr vollstes Vertrauen genießen. Im Notfall gelangt diese Person so schnell zu Ihnen und kann Hilfe holen. Darüber hinaus können Sie ein Familienmitglied, einen Bekannten oder einen netten Nachbarn darum bitten, einmal täglich nach Ihnen zu sehen.

 

Sie sehen, dass manch einfache Dinge dabei helfen können Stürze zu vermeiden. Dabei geht es nicht immer Kostenfrei zu. Manche Umbauten werden durch Kranken- oder Pflegekasse mitfinanziert, bei manchen vergibt die Staatliche Förderbank KfW günstige Kredite. Wichtig ist es, dass Sie sich erkundigen und engagieren. Tun Sie etwas für IHRE Gesundheit, es hilft sie aktiv zu erhalten.

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