Sonntag, 6. Oktober 2013

65. Blogbeitrag: Stürzen vorbeugen – Teil 1

Wir haben in den vergangenen Monaten bereits viel über das Thema „Mobilität“ geschrieben. Ob das barrierefreie Wohnen oder die Fortbewegung im Mittelpunkt stand, es galt viele Aspekte zu beachten. Ein Aspekt findet dabei in den meisten Medien recht wenig Beachtung, auch wenn immer mal wieder darüber berichtet wird, dass Sturzrisiko.

Stürze sind häufig verbunden mit blauen Flecken, Prellungen und sogar Knochenbrüchen. All das kann dazu führen, dass die eigene Mobilität so stark eingeschränkt wird, dass man besonders im hohen Alter nicht mehr in den eigenen vier Wänden leben kann. Vorher bekanntes Terrain kann schnell zu einem unbekannten Land werden, denn jede Einschränkung wirkt sich stark auf das eigene Leben aus.

Aus diesem Grund möchten Ihnen einen kleinen Ratgeber mit an Ihre Seite geben. Ein Fragenkatalog kann Ihnen dabei helfen Ihre Wohnung sicherer zu machen und das Sturzrisiko zu senken. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit dafür, denn es gilt das gleiche wie sonst auch im Leben: Vorbeugen ist besser als heilen!
 

Tragen Sie in der Wohnung festes Schuhwerk?
 
Festes Schuhwerk verspricht mehr Stabilität. Dies gilt besonders im höheren Alter. Schlappen, Pantoffeln oder Badelatschen zählen ebenso unter nicht geeignetem Schuhwerk wie Schuhe mit Absätzen. Dabei müssen es aber auch keine festen Straßenschuhe sein, Sandaletten oder einfache Schuhe mit Klettverschluss können zu Ihrem festen Halt beitragen. Vielleicht lohnt sich sogar mal ein Besuch bei einem Orthopäden. Speziell für Sie angefertigte Schuhe bieten meist mehr Stabilität.
 

Sind Ihre Teppiche trittsicher befestigt und frei von stehenden Kanten?

Selbst jüngere Menschen sind nicht vor Teppichkanten gefeit. Man muss nur einmal nicht richtig aufpassen und schon stolpert man. Im günstigsten Fall kann man sich abfangen, im Schlimmsten trifft man beim Fallen Möbel oder Gegenstände. Die Folge sind Verletzungen bis hin zum tödlichen Ausgang. Teppiche mit hochstehenden Kanten sollten Sie sofort entfernen. Unbefestigte Teppiche können, je nach Untergrund, schnell verrutschen. Lassen Sie diese befestigen, dafür gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie doppelseitiges Klebeband, rutschfeste Unterlagen oder speziellen Teppichkleber.
 

Haben Sie genügend Möglichkeiten, sich bei Gangunsicherheiten in Ihrer Wohnung festzuhalten?

Haltestangen in der gesamten Wohnung machen die Einrichtung nicht unbedingt attraktiver und einzelne Haltegriffe sehen sicherlich ebenfalls ziemlich seltsam aus. Dabei sind es gerade diese beiden Dinge, die Ihnen im Notfall schnell Halt geben können. Gerade bei langen Fluren eignen sich waagerechte Haltestangen. Ist die Wohnung eher eng geschnitten, sind einzelne Griffe von Vorteil. Ebenso bietet es sich an feststehende Möbel als Stützhilfe in Betracht zu ziehen. Dabei dürfen die Möbel aber nicht zu niedrig oder zu hoch sein. Das ideale Maß können Sie allerdings nur selbst einschätzen. Zudem gibt es in den meisten größeren Städten Beratungshilfen für ein barrierefreies Wohnen. Fragen Sie auch in Ihrem Umfeld nach, denn Stangen und Griffe kann man so gestalterisch einbauen, dass Nutzen und Aussehen sich wunderbar ergänzen und in Ihre Wohnung so einfügen, als wären sie schon immer da gewesen.
 

Können alle rollbaren Möbel mit Bremsen festgestellt werden?

Egal ob es sich dabei um eine kleine Kommode, einen Sessel oder einen Beistelltisch handelt, Möbel mit Rollen sind praktisch. Schnell kann man diese verrücken, selbst im beladenen Zustand. Achten Sie aber darauf, dass man jede Rolle einzeln mit einer Bremse sichern kann. Am besten sollte natürlich vor dem Kauf darauf Wert gelegt werden. War dies nicht der Fall, kann man in Baumärkten und Fachgeschäften meist die benötigten (Brems-)Rollen zum Austauschen bekommen. Hilft dies alles nichts, müssen Sie die Rollen oder womöglich sogar das gesamte Möbelstück entfernen.
 

Stehen alle Möbel fest und sicher?

Diese Frage gilt selbst bei Möbeln mit eigentlichen festen Standfüßen. Falls Sie sich selbst unsicher sind, lassen Sie es von einem Verwandten oder Bekannten überprüfen. Sind störende oder wackelnde Möbel darunter, sollten Sie diese entweder befestigen oder aus Ihrem Haushalt entfernen.


Sind die Sitzpolster auf Ihren Stühlen gegen Herunterrutschen gesichert?

Gerade während und nach einer Krankheit ist der Körper geschwächt. Man fühlt sich schlapp und die Koordination fällt oftmals sogar jüngeren Menschen schwer. So kann es schnell passieren, dass die Unterlage beim Hinsetzen verrutscht, man das Gleichgewicht verliert und stürzt. Dabei gibt es mehrere Varianten, diesem Risiko vorzubeugen. Sitzkissen, die man am Stuhl anbinden kann, rutschfeste Unterlagen aus dem Sanitätshaus oder Polsterstühle.
 

Im 66. Blogbeitrag stellen wir ein Paar weitere hilfreiche Fragen zum Thema Sturz.

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