Sonntag, 15. September 2013

59. Blogbeitrag: Auto fahren – für jeden etwas Anderes

Wer ist gefährlicher im Straßenverkehr, die jungen oder alten Menschen? Diese Frage, wie sie platter kaum sein könnte, kommt immer mal wieder auf. Doch wie nähert man sich einem solch kontroversen Thema ohne dabei auf Vorurteile zurückgreifen zu müssen? Gehen wir es einmal von Schritt zu Schritt an.

Als junger Mensch erhält man seinen ersten Führerschein und fährt los. Viele Gefahrensituationen sind trotz intensiven Fahrschultraining nicht einfach zu bewältigen. Im Laufe seines Lebens sammelt der Mensch Erfahrungen und gewinnt neue Kenntnisse hinzu, vor allem auch in Bezug auf diese Gefahrensituationen. Das Alter fordert aber seinen Tribut. So nehmen Sehkraft und Reflexe meist kontinuierlich, manchmal rapide ab. Oftmals fehlt zudem eine objektive Selbsteinschätzung, ob man tatsächlich noch fahrtauglich ist. Wäre es dann nicht besser eine Altersobergrenze für das Führen eines Kraftfahrzeuges gesetzlich zu verankern?

Nein. Eine gesetzliche Regelung wäre in diesem Fall eine Bevormundung und nicht sinnvoll. Nähern wir uns dem Thema also von einer anderen Seite und betrachten zunächst einmal die eigenen Formen der Einschränkungen. Um die Sicherheit im Straßenverkehr weiterhin zu gewährleisten, ist ein gutes Seh- und Hörvermögen wichtig. Dies gilt ganz besonders führ Dämmer- und Nachtfahrten. Probleme mit Muskeln und Knochen erschweren das Führen eines Fahrzeuges, jedoch kann man diese Schwächen mit guter Technik entgegenwirken. Neben diesen körperlichen Gebrechen sind insbesondere die Geistigen nicht zu vernachlässigen. Gerade im Fall von Alzheimer und Demenz ist es enorm wichtig das Fahrzeug unbedingt stehen zu lassen, um sich und andere nicht zu gefährden. Ein drittes Problem betrifft dagegen alle Altersklassen: Medikamente. Pharmaka können sowohl den Körper als auch den Geist einschränken. Reden Sie vor dem Einsteigen in Ihr Fahrzeug mit dem Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens über mögliche Nebenwirkungen.

Was also ist zu tun? Die Vernunft muss dazu führen zu erkennen, wann man den Führerschein abgeben oder das Fahrzeug einfach nicht mehr bewegen sollte. Damit fangen neue Probleme aber erst an. Jetzt befindet man sich in einem noch schwereren Abhängigkeitsverhältnis zu seiner Umgebung. War man vorher ungebunden, da man alle Ziele gut mit seinem Auto erreichen konnte, so ist man nun in einer schwierigen Lage. Die Mobilität muss gewährleistet werden, stellt diese doch einen wesentlichen Kern der persönlichen Freiheit dar. In den Städten ist es einfacher den Schritt des autolosen Lebens zu wagen, da das öffentliche Verkehrsnetz zumeist besser ausgebaut ist, während man auf dem Land leider zu oft in die Röhre bei diesem Thema schaut.

Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen, Gemeindeverwaltung, sicherlich gibt es viele Ansprechpartner, wenn es darum geht mobil zu bleiben. Zudem gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten die meisten Einkäufe bequem von Zuhause aus zu erledigen, beispielsweise bei Kleidung oder Medikamenten. Eine einfache Fahrt ins Grüne ist dagegen meist mit höheren Kosten verbunden, wenn die Gemeinschaft es nicht trägt, sondern man sich ein Taxi dafür nehmen muss. Es ist noch viel zu tun, wenn es darum geht die Mobilität zu gewährleisten.

Außerdem steht oft nicht nur die Plicht Besorgungen zu erledigen im Vordergrund, sondern schlicht und ergreifend das Treffen und Beisammensein mit anderen.

Der Alzheimer Forschung Initiative e.V. hat zu diesem Thema einen Ratgeber für Senioren herausgebracht, welchen man sich kostenlos im Netz bestellen kann. Hier finden Sie auch Ansprechpartner, wenn es darum geht die Sicherheit und die Mobilität eines Angehörigen oder für sich selbst weiterhin zu erhalten:

Jetzt sind Sie gefragt! Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?
 

Quelle:

http://www.alzheimer-forschung.de/aufklaerung/ratgeber.htm

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