Mittwoch, 31. Juli 2013

46. Blogbeitrag: Wohnprojektserie – Sachsen-Anhalt Teil 2

Heute geht es weiter mit den Neuigkeiten, die unser Bundesland im sozialen Bereich betreffen. Dieses Mal möchten wir konkreter auf die Wohnraumsituation eingehen. Ein großes Problem wird bereits vom Land selbst angesprochen, der fehlende, barrierefreie Wohnraum. Die demographische Entwicklung macht es zwingend notwendig, dass geeigneter Wohnraum zur Verfügung stehen muss. Dabei sind es nicht allein die älteren Menschen, denn die Barrierefreiheit ist ein großes Thema über das wir Ihnen schon häufig berichteten.

Sehen Sie weiteres im 15. und 37. Blogbeitrag.

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtete am 15. Juli diesen Jahres, dass es einer Studie zu Folge „viel zu wenige geeignete Wohnungen“ gebe und weiter: „Es fehle an kleinen und an barrierefreien Wohnungen, die auch eine Pflege zu Hause ermöglichen“. Ebenso wird erwähnt, dass Neubauten nur bedingt eine Lösung sind, denn vorhandener Wohnraum müsste angepasst werden. Genau dies ist für den Merseburger Denkmalhof (39. Blogbeitrag mit Film) geplant. Das Problem haben wir schon oft angesprochen: Fehlende Darlehen seitens der Banken.
 
Deswegen wirkt es umso hämischer, dass Bauminister Webel (CDU) auf die Investitionsbank Sachsen-Anhalt verweist. Leider bekamen wir oft genug, von den unterschiedlichsten Banken“ zu hören, dass solche Projekte sich finanziell nicht genug auszahlen. Nicht nur die oben erwähnte Studie macht es deutlich, sondern viele weitere Studien, meist nur in Fachzeitschriften erschienen, zeigen, dass das Leben im Quartier zukunftsweisend ist. Einige Bundesländer haben bereits begonnen, gezielt solche neue Wohnformen zu unterstützen.
 
Das Haus im Viertel - Bremen http://www.youtube.com/watch?v=LXBI1Dq-PBM
 
In Merseburg könnte solch ein Modell-Wohnraum entstehen. Richtungsweisend wäre dies für das gesamte Bundesgebiet, denn der geschaffene Wohnraum wäre nur der erste Schritt.
 
Film Projekt Denkmalhof:
 

Ebenso skurril mutet eine neue Auszeichnung an, der sogenannten Demografiepreis. Projekte sollen belohnt werden, welche sich mit schrumpfender Bevölkerung und Überalterung auseinandersetzen. Dies ist der falsche Weg. Wenn wir etwas ändern wollen, muss die gesamte Gesellschaft eingebunden werden, nicht nur eine bestimmte Altersklasse. Auch dafür steht das Projekt Denkmalhof.
 
Ziel war es nie ein Alten- oder Pflegeheim zu errichten. Denn diese sind bereits vorhanden. Ziel war es ebenso wenig, die Kulturfabrik ersatzlos zu schließen. Fakt ist, dass Veränderungen Zeit brauchen. Bestehendes wird erweitert, so dass die Möglichkeit besteht Altes & Neues miteinander zu vereinen.
 
Quellen:
 
Mitteldeutsche Zeitung - Ausgabe Montag, 15. Juli 2013 - Möglichst ohne Barrieren

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