Sonntag, 28. Juli 2013

45. Blogbeitrag: Wohnprojektserie – Sachsen-Anhalt Teil 1

Es ist traurig es aussprechen zu müssen, aber unser Bundesland bildet das traurige Schlusslicht in Bezug auf realisierte, alternative Wohnprojekte. Ebenso sind wir weit abgeschlagen, was geplante Projekte betrifft. Da es das Bundesland ist, in dem wir leben und arbeiten, sind wir besonders kritisch.

Sachsen-Anhalt ist leider in diesem Zusammenhang nicht das Land der Frühaufsteher, sondern dass der Verschlafenen. In Sachsen-Anhalt existiert die „Arbeitsgruppe Pflegefreundliches Sachsen-Anhalt“. Pflegefreundlichkeit beginnt aber bei Barrierefreiheit, auch im Netz. Ihr Internetauftritt wirkt überladen und unübersichtlich, so dass es sogar jüngeren Menschen schwerfällt, sich schnell und einfach zu orientieren. Seniorenwohnanlagen sind nur eine Alternative, falls Sie als älterer Mensch unter sich bleiben wollen. Dies hat leider nur in den seltensten Fällen mit einem gemeinschaftlichen Umfeld zu tun, da Jung und Alt räumlich getrennt werden. So wird der Gedankenaustausch massiv erschwert.

Dafür kann man umso besser erkennen, wo Sachsen-Anhalt den roten Stift ansetzt. Für 2014 sind Kürzungen vorgesehen, für 2015 sogar eine komplette Streichung im Bereich von Blindengeld, Jugendpauschale und dem Fachkräfteprogramm für Jugendliche. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen ist zwar rückläufig, desto wichtiger wäre es aber diese zu unterstützen und neue Möglichkeiten zu finden, diese an ihre Heimat zu binden. Jeder Euro, der heute gestrichen wird kommt uns in ein paar Jahren teuer zu stehen. Bitte halten Sie den vorangegangen Satz nicht für eine einfache Floskel. Es ist keine Frage, ob wir uns diese Dinge leisten können, denn im Vergleich müssen Sie sich klarmachen, dass alle Einwohner Sachsen-Anhalts monatlich viel größere Posten bezahlen:

Landtag von Sachsen-Anhalt

Entschädigung (steuerpflichtig)
4487 Euro
Kostenpauschale (steuerfrei)
997 Euro
Gesamtbezüge monatlich
5484 Euro
Zahl der Parlamentarier
97
Jahresgehalt aller Parlamentarier
6,4 Millionen Euro
Bevölkerung
2,5 Millionen
So viele Einwohner betreut ein Abgeordneter
26 464
So viel zahlt jeder Bürger jährlich seinem Abgeordneten
2,58 Euro
 

Diese Zahlen hat das Magazin „Focus“ ermittelt. Und im Web-Auftritt der Mitteldeutschen Zeitung kann man ebenso wunderbar nachlesen, wie schnell und unkompliziert eine Diätenerhöhung der Parlamentarier funktioniert. Und das sind nur die Gelder der Landtagsabgeordneten, nicht der gesamten Behörden und der Verwaltung. Damit bildet unser Bundesland im Ländervergleich ein Schlusslicht. Nur wäre es schöner, wenn wir nicht auch im Sozialbereich ein Schlusslicht wären.

Wir möchten Sie auch weiterhin über Entwicklungen in unserem Bundesland auf dem Laufenden halten. Falls Sie Fragen und Anregungen haben, schreiben Sie uns einfach. Wir sind für jede Kritik dankbar und erhoffen uns von den unterschiedlichen Meinungen neu Sichtweisen, die uns helfen können, bestehende Probleme vielleicht sogar zu lösen.

Den Kopf hängen zu lassen würde niemanden nützen. Einige Lokalpolitiker zeigen sich durchaus engagiert, dennoch sollten wir Wege Abseits der Politik suchen, um die aufkommenden Probleme zu lösen. Für die Zukunft werden keine Einzelpersonen benötigt, die sich einfach nur profilieren wollen. Nein. Die Gesellschaft als Ganzes ist gefragt. Wir wollen, dass Sie als Teil der Gesellschaft mitwirken. Unterstützen Sie uns, damit wir Ihnen besser helfen können.



Quellen:

http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=1511 

Mitteldeutsche Zeitung - Ausgabe Donnerstag, 18. Juli 2013 - Ein bisschen                      Kahlschlag

http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/landtag-sachsen-anhalt-diaeten-sollen-auf-5-655-euro-steigen,20641266,17137088.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/diaeten/sachsen-anhalt_aid_28456.html

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