Sonntag, 23. Juni 2013

36. Blogbeitrag: Entwicklungen in der Welt - Japan

Es ist erstaunlich was wir immer wieder aus Japan hören. Mittlerweile sind schon weit über 50.000 Menschen älter als 100 Jahre in diesem asiatischen Land. Tendenz steigend. Im Durchschnitt sind es jedes Jahr eintausend Menschen, die diese Altersgrenze überschreiten.

Japaner sind für ihre Langlebigkeit bekannt. Ihre gesunde Ernährung trägt sicherlich einen großen Teil dazu bei. Zudem kommt der älteste noch lebende Mensch aus diesem Land. Jiroemon Kimura könnte uns allen als Vorbild für das Altern dienen. Denn auch wenn die gesunde Ernährung einen großen Teil zu unserer Langlebigkeit beiträgt, so ist es doch ebenso der Wille, der zählt.

So arbeitete er immerhin bis zu seinem 90. Lebensjahr in der Landwirtschaft. Wenig Alkohol (sehen Sie auch dazu den 18. Blogbeitrag), leichte Kost und rauchlos durchs Leben sind die Tipps, die er gibt. Natürlich könnte man Deutschlands berühmtesten Raucher anführen, aber ist das hohe Alter Helmut Schmidts nicht der Regelfall. Genetische Veranlagung spielt immer eine Rolle, darüber hinaus dürfen wir nur nicht alles auf die Vererbung schieben, denn wir haben unsere Gesundheit selbst in der Hand. 

Bereits jedes vierte heute geborene Mädchen soll bei uns die magische Grenze von einhundert Jahren überschreiten. Damit steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen an. Bis zum Jahr 2050 soll diese sogar verdoppelt werden. An dieser Stelle muss ausdrücklich gesagt werden, dass nicht die alten Menschen unser Problem sein werden. Unser Problem ist anders gewichtet. Wir brauchen ein nachhaltiges und effizientes Konzept, damit wir die stetig wachsende Anzahl an Pflegebedürftigen weiterhin gut versorgen können.

Konzepte gibt es viele und die Regierung müsste handeln. Solange die Ideen aber nur unzureichend gefördert und finanziert werden, bleibt auch die Gesellschaft stecken. Die eigentliche Herausforderung ist es, alle Menschen mit einzubinden und nicht länger darauf zu warten, dass andere etwas tun, sondern man selbst sich bewegt und handelt.

Die Universität Heidelberg hat eine Studie, über Menschen in einem besonders hohen Alter, durchgeführt. Man kann die Sicht auf das Leben der über 100-jährigen als positiv bezeichnen. Ebenso ist hohes Alter kein Garant für Demenz. Eine gute Schulbildung mag dabei helfen gute kognitive Funktionen zu erhalten, wichtiger aber ist es, dass man sein Leben lang versucht zu lernen und das Interesse daran immer hochhält. Es ist zudem das Wohnen allein, das vielen zu schaffen macht (im 4. Blogbeitrag finden Sie mehr zum Thema: Einsamkeit in Mitten der Gesellschaft). Und dagegen können wir alle GEMEINSAM etwas ausrichten.

Länger als ein gewisses Lebewesen werden wir Menschen wahrscheinlich nur mit Hilfe von Gentechnik leben können, immerhin ist es 10.000 Jahre alt. Aber mal ganz ehrlich, würden Sie gerne als antarktischer Riesenschwamm leben?

Quellen:
 
http://www.n-tv.de/panorama/Klub-der-100-Jaehrigen-waechst-und-waechst-article10719826.html
 
 
http://www.n-tv.de/panorama/Aeltester-Mensch-feiert-Geburtstag-article10503736.html
 
http://www.n-tv.de/wissen/Jedes-vierte-Maedchen-wird-100-article933835.html
 
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/wissenschaft-aeltestes-tier-der-welt-ist-10-000-jahre-alt-180605.html
 
 
http://www.gero.uni-heidelberg.de/forschung/hd100.html

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