Mittwoch, 12. Juni 2013

33. Blogbeitrag: Gehbänkchen auch mal anders

Die demographische Entwicklung stellt uns vor viele neue Herausforderungen.
Wir berichteten bereits, wie wichtig eine Barrierefreie Umgebung für unser aller Leben ist. Wissenschaft und Industrie haben gelernt neue Wege zu beschreiten, wenn es um das möglichst selbstständige Leben im (hohen) Alter geht. Die Erfindung des Rades revolutionierte unsere Welt. Und diese Revolution ist noch keineswegs abgeschlossen, wie „Die Zeit“ in einem Artikel vom März dieses Jahres berichtete. Ob Gepäckstück oder Einkaufstasche, Mülltonne oder Schubkarre, dort wo Gewichte bewegt werden müssen, kommen Räder zum Einsatz. Wo die Beine versagen, helfen uns Rollstühle und Gehhilfen weiter.


Rollatoren bieten eine Möglichkeit, die eigene Mobilität so weit wie möglich zu erhalten. Neben diesen kommen aber noch weitere Hilfen zum Einsatz. Der Sogenannte „walker“ (engl. für gehen, laufen) beispielsweise besteht aus einem festen Gerüst, mit Sitzfläche direkt unter dem Po, falls man mal eine Pause braucht. Klassische „Gehbänkchen“ hingegen bieten einen optionalen Sitz und oft auch noch einen Einkaufskorb. Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen, so dass sich Aussehen und Preise der einzelnen Modelle erheblich unterscheiden können. Das Rollatoren schon längst keine Gerüste mit Stützrädern mehr sind, verdeutlicht folgendes Bild:


Quelle: http://www.die-textwerkstatt.ch/wp-content/uploads/2011/06/pimp-rollator.jpg  

Ehemals mühselige Zwangshilfen werden nun zu wahren Kultobjekten, bei denen der Preis leicht mal über eintausend Euro steigen kann. „Dafür verfügt der Rollerbenz über einen Tassenhalter für den Tee, über Einkaufskorb, Beleuchtung, Klingel, Stockhalter und Alarmanlage, falls die Karre kippt, und extra weiche, profilierte Räder fürs Gelände.“ Die Industrie ist dabei sehr erfinderisch, so soll es demnächst auch ein Navigationsgerät geben, dass einem alle barrierefreien Wege anzeigt.

Barrierefreiheit ist dabei das Hauptschlagwort, denn diese fehlt noch zur Genüge an Bus- und Bahnsteigen. Zudem mangelt es oft genug noch an alternativen zu Treppen, denn Fahrstühle sind selten gegeben. Selbst eine einzelne Stufe, für viele junge Menschen kein Problem, kann zu einem unüberwindbaren Hindernis werden.

Und in der eigenen Wohnung? Sie wissen selbst wie eng Flure und Räume sein können. Deswegen müssten in den eigenen vier Wänden Veränderung stattfinden (sehen Sie auch den 15. Blogbeitrag). Wir brauchen neue und innovative Lösungen für Beleuchtung, Wohn- und Stauraum.

Solch eine Umstellung dient aber nicht nur den älteren Menschen. Denn Barrierefreiheit bedeutet immer auch Freiheit für Personen, die im Alltag z.B. auf Grund einer Behinderung eingeschränkt sind.

Noch sind einige der Hilfen Zukunftsmusik, wie Z.B. ein sogenanntes Exoskelett, also eine Konstruktion, die am Körper nicht nur befestigt wird, sondern diesen auch aktiv bei der Bewegung unterstützt. Bis es soweit ist, werden die Rollatoren und ihre unzähligen Zusatzartikel noch stärker in den Blick der Öffentlichkeit geraten. Und Sie sehen, dass damit jede Menge Spaß verbunden sein kann.
 

Quellen:

http://www.zeit.de/2013/12/Rollatoren

http://stilsicher-unterwegs.de/start.php

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen