Mittwoch, 29. Mai 2013

29. Blogbeitrag: Autismus – Neue Möglichkeiten

Menschen, die mit Autismus geboren und aufgewachsen sind, haben es oft ein wenig schwerer im Leben. Besonders die Wahl des Arbeitsplatzes fällt nicht leicht, da die Arbeitsplätze bestimmte Voraussetzungen bieten müssen.

Was versteht man unter Autismus?

„Die autistische Störung (syn. frühkindlicher Autismus) ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die in den ersten 3. Lebensjahren beginnt. In den folgenden drei Bereichen werden die Symptome deutlich: im sozialen Umgang mit Mitmenschen, in der Kommunikation und in sich stets wiederholenden Handlungen.

Das Asperger-Syndrom unterscheidet sich vom frühkindlichen Autismus in erster Linie dadurch, dass oft keine Verzögerung bzw. kein Entwicklungsrückstand in der Sprache oder der kognitiven Entwicklung vorhanden ist. Hingegen sind in der psychomotorischen Entwicklung und der sozialen Interaktion Auffälligkeiten festzustellen.“

„Die intellektuelle Begabung autistischer Kinder ist sehr unterschiedlich.
Sie reicht von geistiger Behinderung bis hin zu normaler Intelligenz, wobei die Kinder häufig erstaunliche Teilleistungen im Rechnen, in technischen Disziplinen, in der Musik und auf anderen Gebieten zeigen.“

http://w3.autismus.de/pages/startseite/was-ist-autismus.php

Wichtig ist es, eine kontrollierbare Umgebung, für Menschen mit Autismus, zu schaffen. Das heißt, dass man sie nicht bedrängt und ihnen Rückzugsmöglichkeiten bietet. SAP, ein Softwareunternehmen, sieht ungenutztes Potenzial in ihnen. Bis 2020 möchte der Konzern hunderte Menschen mit Autismus zu Softwaretestern und Programmierern ausbilden, möglichst auf der ganzen Welt. Somit kann das Unternehmen von ihren besonderen Fähigkeiten profitieren und Ihnen gleichzeitig eine Lebensaufgabe geben. Aus diesem Grund bildet SAP zudem speziell geschulte Mitarbeiter aus, die sich um die Bedürfnisse der Autisten am Arbeitsplatz kümmern sollen.

Bereits im Jahr 2009 berichtete die „Berliner Zeitung“ von der Zeitarbeitsfirma „Specialesterne“, die sich auf die Vermittlung von Autisten versteht. Sie konnten bereits einige Erfolge feiern und Weltkonzerne zählen zu ihren Kunden. Laut dem Gründer der Zeitarbeitsfirma denken viele Menschen bei dem Wort „Autismus“ sofort an Behinderung. Er wiederrum muss an etwas anderes denken: Möglichkeiten.

Und Möglichkeiten gibt es viele. Jetzt im Jahr 2013 sehen wir die Fortschritte, die seine Firma für die Integration erzielt hat. Autismus heißt vor allem eines: Vielfältigkeit. Es gibt nicht autistischen Stereotypen. Wir halten uns für normal und sind doch alle verschieden. Ebenso müssen wir auch Integrationsarbeit angehen, denn diese wurde Jahrelang vernachlässigt. Die Gesellschaft muss an vielen Punkten neu zueinander finden. Deswegen ist es wünschenswert, dass auch weltweit agierende Konzerne sich daran beteiligen.

 
Quellen:

http://www.welt.de/wirtschaft/article116369941/Softwarekonzern-SAP-stellt-Hunderte-Autisten-ein.html

www.autismus.de

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/in-daenemark-gibt-es-eine-zeitarbeitsfirma--die-autisten-an-unternehmen-vermittelt--weil-sie-einiges-einfach-besser-koennen-sehr-spezielle-spezialisten,10810590,10676224.html

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