Mittwoch, 8. Mai 2013

23. Blogbeitrag: Entwicklungen in der Welt - Kanada

Die Betreuungsangebote für Kinder in unserem Land sind teilweise gut ausgebaut, dennoch gibt es noch immer einen riesigen Bedarf. Gerade für Eltern ist es daher wichtig, dass sie ihre Kleinkinder versorgt wissen. Dabei wird nicht immer nur auf öffentliche Einrichtungen zurückgegriffen, manche Arbeitsgeber bieten einen Betriebskindergärten bzw. -Krippen.

Natürlich denkt man zuerst meist an die Kinder, wenn man das Wort Betreuung oder Krippe hört. Dabei wird ein Aspekt meist völlig außer Acht gelassen. Nämlich diejenigen Arbeitnehmer, die einen oder mehrere Angehörige pflegen wollen bzw. müssen.

In Kanada existiert seit einigen Jahren eine innovative Lösung: Ein Betreuungsdienst für Senioren oder besser gesagt eine „Senioren-Krippe“.

Entstanden ist die Idee in Zusammenarbeit mit der Betreiberin einer Kette von Kindertagesstätten. Ziel war es die Arbeitnehmer zu entlasten. Und das Angebot geht sogar noch weiter. Urlaub? Kein Problem! Anstatt auf eine reine Pflegeeinrichtung zurückzugreifen, kann man seine Eltern in der Seniorentagesstätte der Firma für mehrere Tage zur Betreuung unterbringen.

Die meisten Betroffenen in Kanada sind berufstätige Frauen, die sich meistens um ihre Angehörigen kümmern. Auch in Deutschland wird es endlich Zeit das umgedacht wird. Die Arbeitgeber fordern, dass ihre Angestellten immer einsatzbereit und flexibel sind. Dabei sollte vor allem von der Arbeitsgeberseite her endlich etwas umgedacht werden.

Das Kanada-Modell zeigt aber auch, dass die Firmen erst handelten, als das sprichwörtliche Kind bereits in den Brunnen gefallen war. Es ist für viele Familien wichtig, dass nicht nur das Geld am Ende des Monats stimmt, sondern dass auf ihre Bedürfnisse geachtet wird.

Laut eigener Aussage wird das Angebot noch nicht so häufig genutzt. Aber es ist wie bei allen Neuheiten, der Mensch muss damit erst vertraut gemacht werden. Gerade die Bundesrepublik als Sozialstaat würde flächendeckend solch ein Modell gut stehen.

Natürlich ist es nur eine Teillösung für die Bewältigung der demographischen Entwicklung. Und dabei geht es um die Gesamtzufriedenheit der Gesellschaft. Immerhin stößt das Angebot der Senioren-Krippen bei denen die es nutzen auf große Zustimmung.

„Es gibt einen Friseursalon, ein Schwimmbad, Gymnastikunterricht, ein Internet-Café, ein Kino und eine Kegelbahn.“

Bei all diesen Angeboten erinnert es weniger an eine Tagesstätte als an ein Erholungsort.


Quelle:

http://sz.de/1.765974

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