Sonntag, 5. Mai 2013

22. Blogbeitrag: Hygiene ist nicht gleich Hygiene

Heute am 5. Mai ist Welthändehygienetag und deshalb wollen wir die Gelegenheit nutzen und Ihnen einen kleinen Einstieg in das Themenfeld geben.

Hygiene lehrt das Vermeiden von Krankheiten bzw. den Erhalt und die Festigung der Gesundheit. Jeder von uns hat eigene Vorstellungen, wann z.B. eine Umgebung reinlich ist oder eher nicht. Infektionsrisiken für verschiedene Krankheiten sind immer und für jeden gegeben. Allerdings gibt es gerade bei der Betreuung von älteren und pflegebedürftigeren Menschen einige Besonderheiten zu beachten.

Ursachen für ein erhöhtes Infektionsrisiko können sein:
 
-       Chronische Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus)
-       eingeschränkte Mobilität
-       Wunden
-       getrübtes Bewusstsein, also Verwirrungen im Bereich von Denken und Handeln       

Die einfachsten Hygienemaßnahmen sind das Waschen der Hände und die Mundhygiene. Beide haben hohen Präventionscharakter!

Zunächst werden die Hände mit Seife gewaschen und wenn erforderlich desinfiziert. Nötig ist eine Desinfektion in folgenden Fällen:

-       „vor und nach jeglichem Kontakt mit Wunden
-       vor und nach Kontakt mit dem Bereich der Einstichstellen von Kathetern u. ä.
-       nach Kontakt mit potentiell oder definitiv infektiösem Material (Blut, Sekret oder 
     Exkremente) oder infizierten Körperregionen
-       nach Kontakt mit potentiell kontaminierten Gegenständen, Flüssigkeiten oder Flächen
     (Urinsammelsysteme, Absauggeräte, Beatmungsgeräte, Beatmungsmasken,
     Schmutzwäsche, Abfälle u.ä.)
-        nach Kontakt mit Menschen, von denen Infektionen ausgehen können oder die mit
     Erregern z. B. MRSA, Pseudomaonas aeruginosa, E. coli in Kontakt kamen
-       nach Ablegen von Schutzhandschuhen bei stattgehabtem oder wahrscheinlichem
     Erregerkontakt oder massiver Verunreinigung“

Eine mögliche Anleitung:



 
Hinweise:
-       Desinfektionsmittel in trockene Hände geben
-       30 Sekunden lang kräftig einreiben
-       Jeden Schritt 5 mal durchführen
-       Hände müssen die ganze Zeit feucht sein
-       Bei Bedarf Desinfektionsmittel nachnehmen

Wichtig ist auch eine strukturierte Mundhygiene mit regelmäßigen Zähneputzen und Prothesenpflege. Diese bilden gute Voraussetzungen zur Vermeidung von Karies und Parodontitis. Die physiologische Mundhöhlenflora wird erhalten und damit erfolgt eine Vorbeugung von Risiken der Infektionen in der Mundhöhle. So kann zudem weiteren Infektionen vorgebeugt werden, wie z.B. einer Lungenentzündung und Endokarditis.
 
Das Themenfeld der Hygiene ist sehr komplex und bei weitem können wir nicht alle Aspekte in einem Blogbeitrag berücksichtigen. Doch vielleicht ist es uns gelungen Sie bereits ein wenig für dieses Thema zu sensibilisieren.

 

Quellen:

http://www.hygienestandard.de/Publikationen/Infektionspraevention%20in%20Heimen%20-%20Teil%201.pdf

http://129.206.89.102/Haende131.8933.0.html?&L=8

Bild à http://www.hm24online.de/tag/automatische-handedesinfektion/page/2/

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