Dienstag, 23. April 2013

19. Blogbeitrag: Trinken – Ein leidiges Thema?

Im Lauf seines Lebens ändert sich der menschliche Körper. Jedes Alter hat seine eigenen Bedürfnisse,  besonders wenn es die Nahrungsaufnahme und die Nährstoffe betrifft. Je älter man wird, desto wichtiger ist es ausreichende Mengen Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch nicht alles, was flüssig ist, ist auch gut für den Körper. Alkohol entzieht mehr Flüssigkeit, als man zu sich nimmt.

Es ist immer wichtig darauf zu achten, was und wie viel man zu sich nimmt. Hinzu kommt, dass man über die Sommermonate etwas mehr als gewöhnlich trinken sollte. Dabei ist es aber nicht üblich, dass man seinen Körper immer mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Wir wollen versuchen ein paar Fragen zu beantworten.

Wie viel Flüssigkeit sollte man täglich zu sich nehmen?

„An heißen Sommertagen ist reichliches Trinken besonders wichtig, denn der Wasserbedarf ist bedingt durch das Schwitzen erhöht. Abhängig vom Alter sollten rund 1,5 Liter über den Tag verteilt getrunken werden, bei Hitze dürfen es bei Gesunden ruhig 3 Liter und mehr sein.“ So der Rat der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Welche Flüssigkeiten sollte man zu sich nehmen?

Die allgemein bekannten Ratschläge, dass Wasser quasi ein Allheilmittel darstellt, kann wissenschaftlich nicht belegt werden. Da der Körper nur eine begrenzte Menge an Flüssigkeit pro Tag wieder ausscheiden kann, würde zu viel Flüssigkeit das Blut verdünnen. Die DGE hat Tipps zusammengestellt, an denen man sich gut orientieren kann. Die Empfehlung lautet: „Mineral- und Trinkwasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees“ und „Fruchtsaftschorlen aus 1 Teil Saft und 3 Teilen Wasser“ Diese Getränke sind unabhängig vom Sommer das ganze Jahr über zu genießen.

Der Körper wird durch Fruchtschorlen zusätzlich mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen versorgt. Bestimmte Mineralwasser verschaffen zudem eine zusätzliche Versorgung an Mineralstoffen.

Aufpassen müssen Sie vor allem bei Getränken mit einem hohen Zuckergehalt, denn diese eignen sich, ebenso wie Alkohol, nicht zum Durstlöschen. Limonaden mit Süßungsmitteln weisen zwar generell kaum Kalorien auf, da dem Körper aber Zuckerkonsum vorgetäuscht wird, erhöht dies wiederum die Lust andere Zuckerquellen zu sich zu nehmen.

Wichtig ist, dass Sie über den Tag verteilt trinken.

„Ältere Menschen müssen aufpassen, da das Durstgefühl mit den Jahren nachlässt. Die Folge: Ältere Menschen müssen sich häufig zum Trinken zwingen.“

Kritisch wird es bei Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Oftmals wird vergessen, dass man Durst bzw. Hunger hat. Demente Menschen können sich zudem, je nach Schwere der Demenz, nur schlecht artikulieren. Wirken Sie also unterstützend!

Auch hier empfehlen wir Ihnen auf Ihren Arzt zu hören. Denn bei bestimmten Krankheiten, wie z.B. Nierensteinen sollten Sie sogar mehr als gewöhnlich trinken. Dabei sind es aber nicht nur die Getränke, die den Körper mit Flüssigkeit versorgen können. Wasserreiche Lebensmittel können durchaus behilflich sein. Gurken, Tomaten, Karotten, grüner Salat, ab und zu mal ein Stück Wassermelone oder ein Schälchen Erdbeeren sorgen für die nötige Abwechslung. Aber auch hier heißt es sich ausgewogen zu ernähren, denn trinken sollten Sie trotzdem. Mehr zum Thema Ernährung finden Sie im 16. Blogbeitrag.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss:

Beginnen Sie den Tag einfach mit einem kleinem Glas Saft. Anschließend stellen Sie sich in regelmäßigen Abständen ein Glas Wasser, Schorle oder Tee bereit. Wenn Sie aller ein bis zwei Stunden ein kleines Glas (ca. 200 ml) trinken, können Sie sich selbst kontrollieren. So verschwindet der Zwang oder wird zumindest stark abgemildert.


Quellen.

http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Kann-man-eigentlich-zu-viel-trinken-114163.html

http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1232

http://www.hr-online.de/website/rubriken/ratgeber/index.jsp?rubrik=55889&key=standard_document_37197360&seite=2#titel4
 
http://www.bmg.bund.de/pflege/demenz/hilfe-fuer-angehoerige.html

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen