Sonntag, 24. März 2013

8. Blogbeitrag: Entwicklungen in der Welt - China

China ist nicht Deutschland. Bevölkerungsanzahl, Landesgröße, Kultur und Sprache. Wir haben wenig gemeinsam. Fachkräftemangel in der Pflege sind in beiden Ländern ein wohlbekanntes Problem. Auch die immer älter werdende Bevölkerung stellt sich den jüngeren Generationen als große Herausforderung dar. Schwache Geburtenjahrgänge müssen die geburtenstarken Jahrgänge auffangen.

Deshalb ist an dieser Stelle wichtig, dass man deutliche Worte findet. Für die Zukunft der Pflege, wie wir sie heute kennen, sieht es düster aus. Wir müssen dem Fachkräftemangel auf vielerlei Weise entgegenwirken. Und selbst wenn es kein Allheilmittel gibt, so existieren zumindest Möglichkeiten die zukünftigen sozialen Probleme aufzufangen.

Ein Zaubermittel ist Ihnen dabei garantiert schon geläufig.
Das quartiersnahe Wohnen.   

Dieses Mittel verlangt aber verschiedene Zutaten:

1. eine lageorientierte Immobilie, möglichst barrierefrei versteht sich

2. Einen Pflegedienst (oder mehrere), die immer zur Verfügung stehen

3. Allgemeinmediziner und Fachärzte in unmittelbarer Nähe

4. Freizeitangebote, entweder auf dem Grundstück oder in der Umgebung

5. weitere mögliche Netzwerkpartner

Jede Kleinstadt besitzt solche Grundlagen! Allerdings werden diese nicht richtig genutzt, geschweige denn untereinander so vernetzt, damit eine effiziente Struktur aufgebaut werden kann. Barrierefrei beinhaltet altersgerecht. Barrierefrei bezeichnet aber keine Seniorenwohnung. Ziel ist es, Jung & Alt, also die verschiedenen Generationen wieder einander näher zu bringen.

Wenn Sie verreisen geben Sie ihre Schlüssel an Verwandte, Freunde oder Nachbarn, damit diese mal nach den Tieren und den Pflanzen sehen, die Post aus den Briefkasten holen und auf ihr Haus oder ihre Wohnung ein Auge werfen. Wäre es dann nicht schön, wenn man sich häufiger unterstützt?

Projekte, dieses Gemeinschafts- und Sozialgefühl wieder mehr zu stärken gibt es bereits in der Bundesrepublik. Diese laufen mit hohem Erfolg und stoßen auf Akzeptanz und große Zustimmung.

Der Denkmalhof in Merseburg würde diese ganzen Projekte aufgreifen, vielleicht sogar noch verbessern. Was uns bisher fehlt, ist ein Bankdarlehen, Förderungen oder ein Investor.

Sicherlich sind die derzeitigen Kosten für ein solches Projekt enorm. Gehen wir es nicht an, werden die Kosten und die Folgen für die nächsten Generationen fatal ausfallen. In diesem Sinne werden wir eine Stiftung gründen. Finanzmittel müssen von den Menschen für die Gesellschaft kommen. Im Mittelpunkt dürfen nicht die Banken mit Blick auf Gewinnmaximierung stehen, sondern die Menschen selbst!

Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten, um etwas Großes zu vollbringen. Dabei werden alle Ressourcen benötigt, also Wissen, den Willen sich zu einzubringen, Tatkraft und Geld.

In China sieht man die Sache schon anders. Vor den Toren Pekings soll innerhalb kurzer Zeit eine komplette Stadt entstehen. Für alle Generationen. Moderne barrierefreie Wohnungen mit integriertem Notfallsystem. Pflege ist in dem Land der aufgehenden Sonne eine größere Herausforderung, als es bei uns der Fall ist. Es werden Initiativen gestartet, bei denen mit einem Schlag fast 1,5 Millionen Pflegekräfte ausgebildet werden sollen. Im Vergleich zur ihrer Bevölkerung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, allerdings haben die Chinesen eine der Herausforderungen der Zukunft erkannt und gehen diese auch an.   

Wir sind ein hochtechnisiertes Land, haben eine der besten Kranken- und Pflegeversicherungen der Welt und trotzdem hinken wir der nötigen gesellschaftlichen Entwicklung enorm hinterher.

Es wird nicht besser, je länger wir warten. Ein Problem löst sich nicht, indem man wegschaut.

Wir brauchen alle Menschen als Partner für die Gesellschaft. Die Lösung liegt bereits greifbar vor uns!

 

Quellen: 

Video --> http://www.tagesthemen.de/ausland/weltspiegel-china-rentner100.html

http://www.bremer-heimstiftung.de/home.html

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