Freitag, 22. März 2013

7. Blogbeitrag: Lernen in jedem Alter

Häufig wird von der modernen Informationsgesellschaft gesprochen. Wir wollen etwas wissen? Kein Problem! Via Internet stehen uns sämtliche Informationen auf einem Blick zur Verfügung. Zumindest solange man mit der Benutzung vertraut ist. Für unsere Gesellschaft ist es ein Segen, aber auch ein Fluch. Dabei steht immer die Frage nach dem Nutzen im Mittelpunkt. Menschen mit geringer technischer Affinität sind im Nachteil. Eine im Jahr 2009 bereits durchgeführte Studie von Infratest kam zu folgendem Ergebnis:

 „Spätestens in zehn Jahren werden über 95 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland, Europa und den USA das Internet regelmäßig nutzen.“

Dabei wird sogar von einer digitalen Spaltung gesprochen, die überwunden werden muss. Eine Idee, die nicht neu ist aber viel zu wenig umgesetzt wird ist jene, Schülern die Aufgabe zukommen zu lassen, Menschen im Umgang z.B. mit Computertechnik zu schulen. Dabei spielt es keine Rolle wie alt diejenigen sind, die ein geringes technisches Verständnis haben. Der ideale Ort für etwas andere Lehrstunden wäre eine Schule. Ungezwungen könnte man sich hier in späteren Mittagstunden treffen und gemeinsam Zeit verbringen. Die unterschiedlichsten Effekte treten dabei auf:

 -       Jugendliche übernehmen Verantwortung
 -       Freizeit wird positiv genutzt und neue Beziehungen aufgebaut
 -      Jugendliche landen nicht „auf dem Abstellgleis“ sondern sie merken, dass sie Teil von 
     etwas sind und gebraucht werden
-       Ältere Menschen bekommen so wieder mehr Bezug zu Jüngeren
-       es entsteht ein mehr an Austausch von Problematiken und Wünsche unterschiedlicher
     gesellschaftlicher Gruppen
-       und vieles mehr (…)

Eine interessante Idee, welche bereits in einem Dorf in Großbritannien umgesetzt wurde könnte zu einem Projekt für Jung & Alt werden.

Im Vordergrund soll in diesem Fall das lebenslange Lernen von und mit den Generationen stehen. War es früher das Märchenbuch oder der Dia-Projektor, so können heute die sogenannten QR-Codes, ähnlich wie die bekannten Barcodes, bei der Übermittlung von Geschichten und Wissen helfen.
 
Wie profitiert man von solch einer Funktion? Gibt es überhaupt einen Nutzen für die Generationen?

Die Frage kann mit einem klaren JA beantwortet werden.

Ein Dorf in Großbritannien hat es vorgemacht, die Rede ist von Monmouth. Überall in der Stadt befinden sich Plaketten, Sticker oder Tafeln mit den QR-Codes. Über Scannerprogramme und die Kamera von Smartphones und Tablets kann man diese in Sichtbare Informationen umwandeln. In dem englischen Örtchen stehen aber nicht Computerbegeisterte im Vordergrund, sondern die „Community“, also die Gemeinschaft, welche sich in das Projekt einbringt. Ältere haben das Wissen über das Vergangene und die Jüngeren das Know-How es technisch und digital umzusetzen. Ein Lerneffekt auf beiden Seiten.

Sollte man also als Besucher oder Einwohner einmal nicht die wichtigen Fakten parat haben, kann man diese sofort nachschlagen, ohne lange in Büchern wälzen zu müssen.

Letztendlich kann Wissen damit quer durch die Gesellschaft getragen werden.

 
Quellen:

http://www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=719

http://t3n.de/news/monmouth-begehbare-389173/

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen