Mittwoch, 6. März 2013

2. Blogbeitrag: Projekt Denkmalhof in Merseburg


 
 

Auf dem Foto sieht man den Denkmalhof in Merseburg. Seit November 2011 arbeiten an diesem Ort mehrere Personen an der Planung und Umsetzung eines Pflegekonzepts, welches ein Leben in vertrauter Einheit ermöglichen soll. Darunter der Eigentümer Herr Wenzel, ein Architektenteam und wir als Pflegedienst.
 
Dieses Konzept bestärkt das Szenario 3, welches im vorherigen Beitrag beschrieben wurde. Die Gemeinschaft der Bürger steht zu jedem Zeitpunkt im Mittelpunkt des Konzepts. Es ist der Wunsch, dass viele Menschen aktiv das Wohnumfeld und zudem speziell die Pflege von Menschen in ihrer Nachbarschaft helfen zu gestalten. Vieles wurde schon geschafft.

Alle Dienstleistungsanbieter vor Ort wurden bereits über das Konzept und die nötigen Umbaumaßen informiert. Außerdem haben sie ihre Kooperationsbereitschaft angeboten.

Unter Berücksichtigung sämtlicher baulicher Vorschriften, für altersgerechtes und barrierefreies Wohnen sowie neuste gesetzliche Regelungen, wurden alle Pläne erarbeitet.

Der erste Bauabschnitt, der sich rechts vom „Carpe diem“ (Fitnessstudio) im selben Gebäude befindet, ist komplett baulich geplant und bereits vom Amt genehmigt.

Der zweite Bauabschnitt, die alte Kulturfabrik, ist fast vollständig auf Papier geplant und somit bald zur Vorlage beim Bauamt bereit.

Das Pflegepersonal wurde in den neuen Pflegekonzepten und Erkenntnissen der Pflegeforschung geschult.

Kooperationen mit anderen Pflegediensten wurden aufgebaut. Zudem sprachen wir mit einigen Politikern in der Region.

Von der „menschlichen Seite“ her, wurde das Projekt von allen begrüßt und gewünscht, jedoch hängt das ganze nur an einem Haken: DER FINANZIERUNG!

Wenn das Konzept komplett auf den Denkmalhof angewandt wird, ist es aus Unternehmersicht wirtschaftlich und „kann sich selbst tragen“. Jedoch ist es bis jetzt noch nicht gelungen, dass eine Bank oder mehrere gleichzeitig die nötigen Mittel bereitstellen. Die Gründe liegen am starren System der Banken. Diese haben utopische Vorstellungen, welch ein Gewinn bei der nötigen vorherigen Investition herauskommen muss.
 
Dieser Gewinn, der letztendlich herauskommt, ist absolut wirtschaftlich. Allerdings nur mittelfristig und dies kommt in ihrem Szenario nicht vor. Ein großer Hemmschuh für die Banken sind zudem die vorhandenen Dienstleistungsanbieter. Obwohl die Dienstleistungsanbieter eine hohe Beständigkeit aufweisen und wichtig für alle weiteren Planungen sind. 

Leider sind ebenso sämtliche Versuche fehlgeschlagen finanzielle Mittel für den Umbau des Denkmalhofes von der Stadt Merseburg, vom Land Sachsen-Anhalt oder dem Bund zu erhalten.

Schon lange ist ein Bürgertag fest eingeplant, um endlich das gesamte Konzept und die Idee dahinter den Menschen näher zu bringen. Bis jetzt ist es nur noch nicht geschehen, weil die Finanzierung nicht abgesichert ist.

Wie kann diese Hürde nur genommen werden?

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