Sonntag, 31. März 2013

11. Blogbeitrag: Kombileistung, die ideale Wahl !

Wenn Sie eine Entscheidung im Pflegefall treffen müssen, ob Sie Pflegegeld oder Sachleistungen von der Pflegekasse bekommen sollen, empfehlen wir Ihnen stattdessen die Kombileistung. Nur so haben Sie zukünftig die volle Entscheidungsgewalt, wir Ihr Geld sinnvoll vom Pflegedienst und Ihnen selbst eingesetzt werden kann.

Unser Anliegen ist stets die Leistung anzubieten und zu erbringen, welche wirklich nur vom Klienten benötigt wird. Somit ermöglichen wir einen gewissen finanziellen Spielraum für den Klienten und die Angehörigen, um zukünftige finanzielle Mehrbelastungen von vorherein abzuschwächen.
 
Erstes Beispiel (ambulanter Bereich: Pflegestufe)
Wenn Sie eine Pflegestufe beantragen, können Sie entweder nur Pflegegeld (rechte Spalte) zu 100% oder Sachleistungen (linke Spalte) zu 100% beantragen. Alle anderen Zahlen und Beträge (Prozentangaben) in der Liste beschreiben verschiedene Möglichkeiten der Kombileistung.
Pflegegeld wird direkt an den Pflegebedürftigen ausgezahlt, damit dieser eine selbst organisierte Pflegekraft zur Unterstützung in der häuslichen Pflege beschäftigen kann. Dies können z. B. Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn sein, welche die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung sicherstellen. Sachleistungen sind definiert als Leistungen in Form von Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung, die aber von einer professionellen Pflegekraft / Hilfskraft erbracht werden müssen.  
 
Wenn Sie sich für die Kombileistung entscheiden, können Sie frei wählen. So können Sie Leistungen bei einem Pflegedienst „einkaufen“ und dafür professionelle Hilfe erhalten. Zudem ist es zusätzlich möglich auch andere Optionen offen zu lassen z.B. von einem Angehörigen gepflegt zu werden. An diese Entscheidung ist man dann für 6 Monate gebunden, begründete Ausnahmen sind möglich.
 
Zweites Beispiel (ambulanter Bereich: Pflegestufe
mit eingeschränkter Alltagskompetenz)

Wenn Sie eine Pflegestufe beantragen kommt immer ein Prüfer des MDK zu Ihnen nach Hause. Dieser stellt die Pflegebedürftigkeit fest und wenn nötig, den Grad der Einstufung. Allerdings kann es auch möglich sein, dass nicht nur eine Einstufung erfolgt, sondern auch ein erhöhter Betreuungsbedarf festgestellt wird. Dieser liegt bei sogenannten eingeschränkten
Alltagskompetenzen vor, „z.B. bei demenzbedingten Ausfällen, geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankungen.“ Sollten Sie keine Pflegestufe erhalten, so kann es sein, dass Sie trotzdem Anspruch auf eine erhöhte Betreuungsleistung haben. Wofür Sie sich letztendlich entscheiden, liegt in Ihrem eigenen Ermessen.
 
Zu welchen allgemeinen Konflikten es beim Themenfeld kommen kann, wird Inhalt des nächsten Beitrags.
 

Quelle:
 
http://www.pflege-abc.info/pflege-abc.html

1 Kommentar:

  1. Wie komme ich an eine gute, zuverlässige Teilzeitbetreuung?
    Ist sie bei einer leichten, aber fortschreitenden Demenz sinnvoll?

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